Über Wünsche, die in Erfüllung gehen. Immer wieder.

Heute teile ich etwas sehr Persönliches mit euch. Etwas, über das ich immer wieder nachdenken muss, über das ich sehr dankbar bin, das mich immer wieder erstaunt, das mich beflügelt und das ich manchmal gar nicht glauben kann. Es ist nämlich so, dass sich in meinem Leben immer wieder Wünsche erfüllen. Einfach so. Das hört sich etwas verrückt an, das ist mir bewusst, aber ich weiß, dass es auch so weitergehen wird.

Fangen wir mal damit an, dass ich mir während meines Studiums heimlich wünschte, eine Doktorandenstelle zu bekommen und eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Ich sah mich als Professorin, spannende Forschung machen, bahnbrechende Erkenntnisse über die Gesellschaft gewinnen. Klar war ich gut in meinem Fach, aber ich engagierte mich nicht übermäßig an der Uni. Ich hatte nebenbei so viele andere Tätigkeiten. Sport, Politik, unterschiedliche Jobs, Freunde… Und dann kam eines Tages die Anfrage von einem Professor, ob ich studentische Hilfskraft bei ihm sein möchte. Klassischerweise der Einstieg schlechthin in die Wissenschaft. Stellt euch vor, trotz meines heimlichen Wunsches lehnte ich ab. Der Zeitpunkt war mir zu früh. Nagut, vielleicht ist die Chance jetzt vertan, dachte ich. Aber dann sollte es eben so sein. Somit näherte ich mich dem Ende meines Studiums, ohne dass ich meinem heimlichen Wunsch weiter gefolgt war. Und während ich so für meine Abschlussklausuren büffelte, bekam ich eine E-Mail von meinem Prof mit dem Hinweis auf eine offene Stelle an seinem Lehrstuhl. Also beworben und schwupps bekommen. (Mittlerweile habe ich meine übrigens Karriere an den Nagel gehängt, ich habe erfahren, dass es doch nichts für mich ist.)

Noch so etwas: Nach einigen Jahren in einer ziemlich miesen Beziehung beschloss ich, glücklich alleine zu sein. Es ging mir saugut und ich sah, wie wunderbar meine Zukunft mit mir selbst werden würde und dachte an eine weise Frau mit langen grauen Haaren und vielen Katzen in einem Hexenhaus irgendwo im Nirgendwo. Aber ich fand, ein wirklich toller Mann wäre noch ein bisschen schöner. Aber wirklich perfekt müsste er dann schon sein. Ich machte mir ein Wunschbild: Erstens: Vegetarier, das ist das Mindeste. Dann: Sportler, Läufer, oh man ich stehe auch auf Triathlon und für Kampfsport hatte ich schon immer etwas übrig.  Nagut übertreiben wir es nicht. Am besten Sozialwissenschaftler wie ich, ich brauche jemanden, mit dem ich diskutieren kann. Aber bitte nicht so einer, der seine Offenheit verloren hat. Und wichtig auch: Ein reflektiertes Geschlechterbild sollte er haben, ein emanzipierter Mann sein. Ohne Ego-Problem. Gut, ab jetzt wusste ich, das gibt es nicht. Und deswegen konnte ich auch gleich noch einen drauf setzen: Ein Vater sollte er sein wollen und gerne lecker essen, aber auch selbst zubereiten. Kein Karrieretyp. Und ich stehe übrigens auf schöne Zähne und einen durchtrainierten Körper (jaaaa, ich gebs zu!). Entweder genau so einer oder Katzenfrau. Und ich freute mich schon auf die Katzenfrau. Dann traf ich Achim. Und verliebte mich. Und erfuhr, dass jeder einzelne verdammte Punkt auf ihn zutraf. Zu 100 % und noch mehr.

Es kommt noch besser: Als Kind schon habe ich mir gewünscht, mal in einem großen, alten Haus auf dem Land zu leben. Und irgendwie wusste ich immer, dass dieser Wunsch sich mal erfüllen wird. Denkt jetzt nicht, dass ich einen Bausparvertrag abgeschlossen habe oder sonst Irgendetwas dafür getan habe. Nein. Mit dem Traummann kam das Traumhaus gleich dazu. Eines Tages, nachdem ich längst schon unsterblich in Achim verliebt war, teilte er mir so ganz nebenbei mit, er habe eine alte Dorfschule geerbt. In einem Dorf, 35 Kilometer neben Hamburg. Kurze Zeit später stand ich vor diesem Haus und es war das schönste Haus, das ich je gesehen hatte. So ganz nebenbei erfüllte sich dann auch noch mein Klein-Mädchen-Traum: Ein Dachboden voller Gerümpel und altem Kram, Möbel, alte Kleider, Porzellan… Ich glaube, ich habe bis heute noch nicht alles entdeckt, was es da oben so gibt!

Übrigens wünschte ich mir, dass mein erstes Kind ein Mädchen sein sollte. Ich stellte sie mir mit großen blauen Augen vor. Und dann wollte ich einen blonden Jungen. Beides ist eingetroffen.

Als wir diesen Blog starteten, wünschte ich mir (und ich fühlte, es würde so kommen), erfolgreich zu sein. Ich hatte keine Ahnung vom Bloggen, keine Ahnung von Online-Marketing und auch ehrlich gesagt überhaupt keine Lust auf sowas. Und was passierte? Mehr und mehr Leser, immer mehr, mittlerweile fast 30000 pro Monat! Inklusive Medienpräsenz. Der Wahnsinn! Ohne alle gängigen Online-Strategien. Warum genau wir so erfolgreich sind, weiß ich bis heute nicht. Außer der Tatsache, dass ich es mir gewünscht habe! 😉

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Ich suche nicht nach Erklärungen, warum das in meinem Leben so ist. Ich freue mich einfach jeden Tag darüber. Und wenn es mal aufhören sollte mit der Wunscherfüllung, dann macht es nichts, denn wer auf so viele wunderbare Wunschverwirklichungen zurücksehen kann, der ist erfüllt für ein ganzes Leben! ♥

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