Laufen und Rohkost

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Ganz verschwommen sah ich die digitale Zeitmessung über dem Zieleinlauf. Noch 200 Meter lagen vor mir. Konnte es wirklich sein, die Uhr zeigte 39 Minuten 53 Sekunden? Nein, es durfte nicht sein. Ich durfte mein Ziel jetzt nicht um 10 Sekunden verpassen. Mit letzter Kraft setzte ich verbissen zum Schlusssprint an und blickte verzweifelt auf … Continue reading

Ein Trip ins All? Nordisch Roh goes Durian

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Neulich besuchten Achim und ich einen kleinen Asialaden in unserer wunderschönen Kleinstadt. Wir dachten, dass es dort möglicherweise zumindest ein kleines Angebot an frischem, exotischem Obst oder Gemüse geben könnte. Und tatsächlich. Die Auswahl war überraschend groß und wir freuten uns ganz besonders über die jungen Kokosnüsse, die wir bisher über einen Versandhandel bezogen hatten! … Continue reading

Kompost-Krabbeln mit Fruchtfliegen

Bisher verläuft mein Experiment gut. Meine Rohkostphase hat sich offensichtlich rumgesprochen und meine Küche ist zu dem Szene-Treffpunkt schlechthin geworden: Als ich am Mittwoch nach Hause kam, hatten sich viele, viele Fruchtfliegen zur allgemeinen Verköstigung in meine Küche geladen. Okay, bei dem heißen Wetter und ohne Kühlschrank in der Wohnung war das absehbar. Also hab ich den Biomüll, den ich bei der Hitze schon jeden Abend runter bringe, direkt noch mal entleert und die Arbeitsfläche, alle Schneidebretter und Messer und natürlich auch mein wichtigstes Werkzeug, den Mixer, akribisch abgeschrubbt. Gegen die anwesenden Gäste konnte ich sonst erstmal nichts tun, da kein Essig mehr im Haus war und zum Einkaufen die Zeit fehlte. Nach der Arbeit sollte es nämlich direkt zum Bahnhof gehen, um den letzten Nordeich-Mole-Express bis Leer noch zu erreichen. Ich musste meinen Tagesvorrat an Smoothies vorbereiten.

Und dann ist es passiert: der Zerschredder-Aufsatz von meinem Mixer war verschwunden. Einfach weg. Ich hab gesucht und gesucht. Nur den Mahlaufsatz war auffindbar. Logisch gesehen konnte der Mixer nicht weit sein, schließlich hatte ich ihn nur in der Küche benutzt und die Wohnung hatte er bisher auch noch nicht verlassen. Also habe ich alles durchsucht. In meiner Zeitnot habe ich das Suchen gleich mit Rucksack packen und Ordnung schaffen verbunden, aber auch als alles aufgeräumt war, war der Mixer immer noch verschwunden. Langsam hatte ich Panik, keine Zeit, kein Essen, der grad erst neue Mixer unvollständig und ich wiederhole noch mal – kein ESSEN! Ohne Smoothies hätte ich kaum eine Chance gehabt als Rohköstlerin in einer Welt voller Bäcker, Supermärkte und Imbisse und einem Arbeitplatz voller Kuchen und Schlickereien zu bestehen.

Nach scharfem Nachdenken ist mir dann aber plötzlich die einzige logische Lösung gekommen: ich musste den Aufsatz aus Versehen mit dem Biomüll auf dem Komposthaufen unseres Hauses mit ca. 8 Wohnparteien geworfen haben. Bei über 30° blieb mir keine andere Wahl als mit einen Tuch um Mund und Nase gegen den Gestank, dazu Handschuhe und festes Schuhwerk in dem Haufen aus verwesenden Speiseresten zu suchen!

Aber: Er war nicht da. Während ich im Reste-Bio-Matsch stand und meinen Brechreiz unterdrückte (der Gestank konnte vom Tuch nicht abgehalten werden) kam mir ein zweiter auch gar nicht mal so unplausibler Lösungsansatz: Ich hatte die letzten zwei Tage – ohne es zu Merken – mit dem Mahlaufsatz gearbeitet. Und der richtige Mixer für das Verarbeiten von Obst hat mein Elternhaus nie verlassen.

Ich rief meine Mutter an und fragte nach. Sie bestätigte die zweite Vermutung.

Zeiten knacken mit Rohkost

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Kalte Finger, der Geruch von altem Schweiß und Waschmittel in der Nase und dazu noch mindestens 27 Grad Tagestemperatur. Da steh ich mal wieder an der Startlinie eines Volkslaufs und bin ziemlich nervös. 10 unerbittliche Kilometer warten auf mich und ich weiß jetzt schon, dass mir spätestens ab Kilometer vier das Laktat um die Nase … Continue reading

Der Personal Blender und meine eigene Challenge

So, ich bin hier jetzt Gastbloggerin – ich traue mich nämlich an meine eigene Rohkost-Challenge! Vom 22.07 bis zum 10.08.13 werde ich mich dem Experiment anschließen und gucken, was es für mich bedeutet. Nachdem ich erst vor kurzen eine 30-tägige Vegan-Vollwertzeit absolviert habe, wurde ich von meiner lieben Familie in Ostfriesland angefixt. Und als ich den Personal Blender als vorzeitiges Geburtstagsgeschenk von allen zusammen bekommen habe, war für mich klar; das muss ich auch mal ausprobieren!

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Gastbloggerin Ebba startet ihr eigenes Rohkost-Experiment

Zur vegetarischen Ernährung kam ich als erste Ludwig schon als Kind und in jugendlichen Alter entwickelte ich recht schnell vegane Ambitionen, allerdings ausschließlich aus moralischen Gründen. Die Ernährungsumstellungen, die ich jetzt mache werden primär von meiner Neugier geleitet. Ich habe keinerlei Bücher darüber gelesen und mein Wissen über Rohkost beschränkt sich auf das, was man automatisch mitbekommt, wenn man in so einer Familie wie meiner aufwächst.

Gestern morgen gings los; ich bin erst am Sonntag wieder zu Hause angekommen und musste also einkaufen. Etwas planlos bin ich dann erstmal in den Bioladen um die Ecke und habe mich mit Bananen, Weintrauben, Aprikosen, Äpfeln, Kiwis, Erdbeeren und einer richtig schön reifen Mango eingedeckt. Insgesamt hab ich 18 Euro für Obst ausgegeben, von dem jetzt schon die Hälfte weg ist. Demnächst werd ich wohl nicht mehr alles im Bioladen kaufen. Ich hab mich mir dann einige – ich glaub es waren 4 – Smoothies über den Vormittag verteilt gemacht, zum einen weil sie einfach unglaublich lecker sind und zum anderen, weil ich die ganze Zeit Angst vor Hunger und/oder einem Fressflash hatte. Zur Arbeit hab ich mir dann Sicherheitshalber auch nochmal 2 mitgenommen und mich auf dem Weg noch mit 500g Nüssen eingedeckt. Das Resultat meines ersten Tages: Ich war den ganzen Tag richtig satt und schon so überfüttert, dass ich mir Abends noch nichtmal die Mango machen konnte, die ich mir extra aufbewahrt hab.

Heute muss ich mir dann noch Grünzeug anschaffen, das scheint ja ein elementarer Bestandteil eines guten Smoothies zu sein und auf meinem Balkon wächst nur eine kleine Minzpflanze, etwas Maggiekraut und Frauenmantel, alles nicht wirklich geeignet. Mal gucken was ich so finde!

…. übrigens; ich weiß nicht ob es an der Rohkost oder am Wetter liegt, aber ich bin heute um halb 7 super fit aufgewacht, obwohl ich gestern recht lang noch wach war und normalerweise auch gern bis 10 schlafe. Ich behalt das mal im Auge!

Halbzeit der zweiten Woche – könnte nicht besser laufen

Es ist Halbzeit der zweiten Woche. Nach wie vor ist alles in Ordnung. Das Essen schmeckt, ich werde satt und meine Allergien machen auch keine Beschwerden. Ich kann uneingeschränkt Sport treiben und ich fühle mich durchaus fit. Meine Achillessehne schmerzt nicht beim Laufen, was ich sehr gut finde. Allerdings habe ich auch nicht das Gefühl momentan absolute sportliche Höchstleistung bringen zu können. Um das festzustellen, fehlt mir momentan aber auch das entsprechende Training. Und nun zu meinen Gewicht, ich wiege 73,1 kg. Also für alle, die mal locker nebenbei ein paar Pfunde schmeißen wollen und auf leckeres Essen nicht verzichten wollen: “Esst Rohkost!”

Resümee der ersten Woche – fast wie ein Wunder!

Eine Woche reine Rohkost ist überstanden. Ach was heißt hier überstanden, genossen hab ich die Zeit. Um es vorweg zu nehmen, mir geht es hervorragend. Das Essen ist super und das Körpergefühl ist auch wieder klasse. Was das ganz übertrifft: mein Heuschnupfen ist komplett weg. Obwohl zurzeit überall in meiner Gegend Heuernte ist, habe ich keine brennenden Augen und keinen Schnupfen. Wie geil ist das denn! Das erstaunliche an der Sache ist, dass meine Allergie mit den ersten beiden Tagen so gut wie weg war. Das Lauftraining funktioniert mittlerweile auch wieder und ich habe keine Schmerzen in der Achillessehne – nicht mal ein kleines Ziepen. Es hört sich fast wie ein Wunder an, aber mir geht es wirklich glänzend. Und ganz ehrlich, so schnelle Ergebnisse hätte ich nicht erwartet. Na ja, vielleicht kommt in ein paar Wochen noch eine böse Überraschung.

Was war nicht so schön? Die Entgiftung hat wie berichtet ziemlich rein gehauen. Dazu kommt, dass ich in der ersten Woche bereits ein Kilo verloren habe. Ich finde das nicht so schön, weil ich eh eher ein Leichtgewicht bin und auf zu schnelles Abnehmen habe ich eigentlich keine Lust. Aber das war es auch schon.

Das Resümee der ersten Woche Rohkost. Ich habe Lust auf mehr! Jetzt aufzuhören wäre kompletter Unsinn. Nach anfänglicher Skepsis bin ich echt ein wenig angefixt und bin im Web auf Rohzeptejagd. Davon werde ich die nächste Zeit berichten. Meine Mission: die kostengünstigsten gaumenfreundlichsten Rohkostrezepte finden, sammeln, genießen und weitergeben.

Ein paar Worte zur Entgiftung

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Um die Fehler des gestrigen Tages nicht zu wiederholen, habe ich mir heute ein Laufverbot erteilt. Mein Körper scheint sich gerade um andere Dinge zu kümmern und ich will ihm nicht eine Extrabelastung zumuten. Mit dieser Maßnahme verlief der Tag sehr gut. Ich hatte keine Beschwerden und konnte den normalen Tagesablauf ohne Probleme meistern. Allerdings … Continue reading

Sechster Tag

Puuuuh…. war das ein Tag.

Eigentlich begann alles ganz harmlos. Wie ein junger Gott bin ich morgens aus dem Bett gesprungen und habe als erstes einen grünen “Smuti” mit Brennnesselgrundlage getankt. Oben drauf gab es einen Orangen-Zitronen-Ingwer-Saft. Danach startete ich mit vollem Enthusiasmus in den Tag. Die Waage zeigte mir ein Gewicht von 74,2 kg, zur Zeit also stabil. Gegen Mittag bin ich dann in die Laufschuhe gehüpft. Die 11 km Laufrunde verlief super, sogar mit einem kleinen Hochgefühl. Das war allerdings das letzte High an diesem Tag.

Nach meinem Mittagssmoothie, den ich mir mit meiner Tochter geteilt habe, kam der Absturz. Gliederschmerzen, Müdigkeit sowie Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geruch und Geräuschen. Eigentlich hätte ich den Nachmittag im Bett verbringen müssen, was aber leider nicht ging.

Zum Abend gab es noch ein wenig Avocadocreme und Humus aus gekeimten Kichererbsen, um meinen kleinen Hunger etwas zu stillen. Das brachte mich wieder etwas besser drauf, aber geholfen hat es nicht wirklich. Vollkommen fertig bin ich deswegen schon um 20 Uhr ins Bett gekrochen und mit Schüttelfrost eingeschlafen. Gegen 24 Uhr erwachte ich aus meinem Entgiftungsschlaf. Mir ging es wesentlich besser und mein Körper war total warm. Die Nacht konnte ich ruhig weiterschlafen und mit einem sehr entspannten Gefühl am nächsten Morgen aufwachen.

Fünfter Tag

Ich fühle mich etwas ausgelaugt. Mein Magen-Darmsystem ist heute Morgen komplett durchgedreht und an Essen war nicht wirklich zu denken. Die Wage zeigt mir 73,8 kg an, ein bisschen zu wenig wie ich finde. Zusammengefasst fühle ich  mich beim Entgiften wie bei einer leichten Grippe: leichte Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und ein nervöser Magen.

Zum Frühstück gab es deswegen nur einen Orangensmoothie mit Kokoswasser. Gegen Mittag wurden die Entgiftungserscheinungen wieder besser und der Hunger kam zurück. Ich habe mir ein paar Bananen mit geraspelten Äpfeln gemacht. Obwohl sich Besserung einstellte, war an eine Laufrunde heute nicht zu denken. Selbst meine täglichen Klimmzüge fielen mir total schwer.

Zum Mittag bin ich dann in ein Hungerloch gefallen. Dagegen gab es Paprika, Avocado und einen Paprika-Brokkoli-Hanfsamen-Smoothie. Nach ein paar Extranüsse war auch die Hungerattacke beseitigt und am Nachmittag war ich ziemlich gut drauf.

Zum Abendessen gab es Blumenkohl-Brokkoli-Salat süß-sauer und den obligatorischen Wildkräutersmoothie zur Vorspeise. Vor dem Schlafengehen habe ich mir eine Runde Heilerde gegönnt, damit sich über Nacht Giftstoffe im Darm an die Heilerde binden und die Verdauung nicht mehr so schwer belasten.


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