Kinder essen kein (rohes) Gemüse? Seht selbst!

Endlich habe ich es einmal geschafft, Karla dabei zu filmen wie sie rohen Broccoli aus unserem Garten isst. Ich bin jedes Mal wieder fasziniert, wenn Karla mit ihren 2 Jahren ganz selbstverständlich rohes Gemüse isst – nicht nur Broccoli, denn eigentlich isst Karla fast alles, was wir auch essen. Sie wird ja nicht zu 100% roh erzogen, sondern bekommt auch gekochte Nahrungsmittel, z.B. Hirse, Kartoffeln, seltener Sauerteigbrot oder etwas Gemüse. Wir verbieten ihr nichts, halten sie aber natürlich von den wirklich ungesunden Dingen fern – wie Süßigkeiten, Weißmehlprodukten, alles Verarbeitete etc. Letzlich ist Karla also kein Rohkost-Kind, aber zu 100 % vollwertig mit einem wiklich sehr hohen rohen Anteil. Mit Zucker und dergleichen ist sie bisher noch nicht in Berührung gekommen.

Warum mag euer Kind das Gemüse so roh essen?

Täglich sieht Karla, dass wir rohes Gemüse essen. Unsere Mittagsmahlzeit besteht meistens ganz einfach aus geschnippeltem Gemüse, das wir ganz pur essen. Karla bekommt dann zusätzlich etwas anderes, aber wir geben ihr von unserem Gemüse immer etwas ab. Sie probiert es, fühlt es, riecht es und schmeckt die reinen Aromen. Auch gehen wir regelmäßig mit ihr durch unseren Garten. Sie sieht dann, wie wir Wildkräuter ernten und essen und bekommt die reifen Tomaten gleich zum Essen auf die Hand. Alles ganz selbstverständlich. Dabei ist es ganz simpel, Kinder an gesundes Essen heranzuführen. Wichtig ist, als Eltern das in authentischer Weise vorzuleben, was wir uns für unsere Kinder wünschen. Wir leben Karla das Essen von rohem Gemüse vor und zwar mit einer Normalität und mit einer Leidenschaft . Denn wir lieben das, was wir essen und das bekommt sie natürlich mit. Würden wir selbst unzufrieden sein mit unseren Mahlzeiten, würden wir uns das Rohe reinzwingen, nur weil wir denken, dass es gesund ist, dann würde sie das spüren und selbst eine Skepsis gegenüber dem Aufgetischten entwickeln und es letzlich ablehnen. Nur, was wir als Eltern lieben und leben, wird auch von unseren Kindern übernommen.

Programmierung des Geschmacks

Es ist uns nicht wichtig, dass Karla auschließlich rohes und gesundes Essen bekommt. Wir möchten, dass sie ihren eigenen Weg findet und geht. Wir möchten, dass sie selbstbestimmt über ihre Mahlzeiten entscheiden kann. Sie darf essen, soviel oder wenig sie möchte, was sie möchte und wie sie es möchte. Möchte sie etwas Gekochtes, dann kann sie es bekommen und auch wenn wir irgendwo auf Besuch sind, dann bekommt sie, was dort angeboten wird. Wir hoffen einfach darauf, dass es nicht die ganz schlimmen Dinge sind und haben selbstverständlich auch immer eine Alternative dabei (meistens gibt es überall ein Stück Obst und die Leute fragen vorher, was das Kind gerne isst). Wirklich wichtig ist uns, dass sie von Anfang an naturbelassene Produkte kennenlernt. Dass sie Blumenkohl und Broccoli, Möhren, Oliven, Obst und Getreide in ihrem ursprünglichem Geschmack kennenlernt. Denn wenn sie diese Lebensmittel täglich so isst, dann wird sich dieser Geschmack in ihrem Gehirn einprogrammieren. Das, was wir in unserer Kindheit kennenlernen, ist das, was wir ein Leben lang lieben. Das Essen unserer Mütter ist das, wovon wir später im Leben am wenigsten gut loskommen. Ein Leben lang verbinden wir mit den Geschmäckern aus unserer Kindheit Schutz und Sicherheit und Liebe – so funktioniert unser Gehirn. Deswegen ist McDonalds auch so “bemüht” um die kleinsten Kunden. Und es wird funktionieren. McDonalds-Kinder werden für immer Kunden bleiben, denn sie werden ihr Leben lang den Burger, die Pommes und den Milchshake mit Schutz und Sicherheit und Liebe verbinden – eben mit den Geschmäckern ihrer Kindheit.

Letztendlich möchte ich euch daher zwei Tipps mit auf den Weg geben. Erstens solltet ihr selbst wieder lernen, das Urspüngliche, den reinen und rohen Geschmack zu lieben. Dann wird sich auch die Aufmerksamkeit eurer Kinder auf diese Lebensmittel fokussieren. Umso jünger die Kinder sind, umso selbstverständlicher wird es für sie sein und umso stärker werden sich diese Lebensmittel als die leckeren in ihren Köpfen abspeichern. Und auch, wenn sie später bei ihren Freunden Kuchen und Schokolade futtern, sich in ihrer Pubertät von Fertigpizzen ernähren. Essen sie ein rohes Stück Broccoli, so wird sie das sofort in ihre Kindheit versetzen – und zwar mit all den positiven Gefühlen! Der zweite Tipp ist also, dass ihr eure Kinder so früh wie möglich mit den tollen Produkten aus unserer Natur verwöhnt, aber, und das ist entscheidend, immer nur soweit, wie es die Kinder mögen. Denn mit einem Aufzwingen kann man sehr viel kaputt machen!

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Grünes Blattgemüse – Was macht es so gesund?

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