Rückbildung nach der Geburt: Ich habe das Geheimnis der Models entdeckt!

Ihr wisst, was ich meine. Models wie Heidi Klum springen 8 Wochen nachdem sie ein Kind geboren habe, wieder fröhlich über den Laufsteg. Als wenn nichts gewesen wäre. Dann heißt es für uns Normalsterbliche, man solle sich daran nicht orientieren. Models hätten ganz andere Voraussetzungen, Personal Trainer, Nannys, welche auf das Baby aufpassen, während sie schwitzend auf dem Stepper stehen. Für uns heißt es dann so schön: 9 Monate kommt ein Kind, 9 Monate geht ein Kind. Aber ich sag euch was. Das ist weit gefehlt!

10 Wochen ist unser kleiner Sohn jetzt alt und ich habe meine alte Figur zurück. Obwohl ich vorgewarnt wurde. “Oooh, das zweite Kind und das innerhalb von zwei Jahren. Das wird sicher länger dauern.”Das meinte sogar meine Hebamme. Und ich dachte, na toll, denn von unserer Tochter war ich schon ein bisschen verwöhnt. Auch nach ihrer Geburt hatte ich recht schnell meine alte Figur wieder, habe da aber schon sehr früh mit dem Sport wieder angefangen. Außerdem habe ich täglich lange Spaziergänge mit ihr im Tragetuch gemacht und insofern aktiv daran gearbeitet, schnell wieder schlank zu sein.

Bei unserem Sohn fehlt mir dafür die Zeit, denn unsere nun zweijährige Tochter wäre sicher nicht begeistert, würde ich mit ihr stundenlange Spaziergänge machen wollen oder sie zum Joggen mitnehmen.  Also nicht die besten Bedingungen für die schnelle Traumfigur nach der Geburt. Und trotzdem! Dass ich vor 10 Wochen ein Baby geboren habe, sieht man ganz und gar nicht mehr. Der Bauch ist flach  und das Ausgangsgewicht bis auf einen Kilo wieder erreicht (und am letzten Kilo sind bloß diese verdammten Grünkohlchips Schuld, bei denen ich mich nicht disziplineiren kann!).

Und wer uns kennt, der vermutet schon, was dahinter steckt. Na klaaaaar, eine Ernährung mit Super-Power-Rohkost*! Und ich sag euch, die Models, die sind alle mindestens 75%-Rohköstlerinnen!

Geheimnis Nummer 1: Geringere Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

Das erste Geheimnis liegt darin, dass man mit Rohkost während der Schwangerschaft gar nicht erst so viel zunimmt. Ich habe 10 Kilos zugenommen und nach der Geburt waren noch 5 Kilos übrig. Das ist natürlich eine andere Dimension als hätte ich wie manch andere Schwangere 15, 20 oder mehr Kilos zugenommen. Mit Rohkost hat man einen natürlichen Hunger. Der Körper wird genug mit den in der Schwangerschaft wichtigen Nährstoffen versorgt und meldet nicht ständig “Hunger”. Denn Hunger wird nicht nur gemeldet, wenn es an Energie fehlt, sondern eben auch an Vitalstoffen**. In einer herkömmlichen Ernährung ist davon auszugehen, dass es einen Kalorienüberschuss bei einem Mangel an Vitalstoffen gibt. Also ständiger Hunger in der Schwangerschaft, in welcher der Körper darauf besteht, umfassend versorgt zu sein! Es werden viel mehr Kalorien aufgenommen (zu viele!), um auf das benötigte Minimum an Vitalstoffen zu kommen.

Geheimnis Nummer 2: Vitalstoffe für gute Rückbildung

Ebenfalls sind es die Vitalstoffe, die an einer schnellen Rückbildung beteiligt sind. Dabei geht es nicht nur um die Figur. Viel wichtiger ist schließlich, dass sich die Gebärmutter wieder zurückbildet, dass die innerliche Wunde, die mit der Ablösung der Plazenta entsteht, schnell wieder verheilt und sich der Beckenboden stabilisiert. Noch am gleichen Tag der Geburt unseres Sohnes kam unsere Hebamme zu uns und tastete meinen Bauch ab. Sie sah mich verwundert an, tastete nochmal und stellte fest, dass die Rückbildung bereits so weit fortgeschritten war, wie normalerweise am 5. Tag! Am Tag darauf wie nach einer Woche! Nach 6 bis 8 Wochen, so wird gesagt, habe man keine Blutungen mehr. Bei mir war das bereits in der vierten Woche passiert. Und das Beste für mich war, dass mein Beckenboden bereits wieder so stabil ist wie er nach der Geburt meiner Tochter erst nach einem halben Jahr, d.h. einem sanften Lauftraining steht nichts mehr im Wege!

Geheimnis Numer 3: Effektive Stressreduzierung

Viele Mütter neigen in der Zeit nach der Geburt dazu, zu Stressesserinnen zu werden. Das ist verständlich, denn es ist eine kraftraubende Zeit! Stress ist nicht nur schlecht für das Gemüt, sondern auch schädlich für die Figur, da Stress stark säurebildend ist. Die Säuren wiederrum sorgen neben vielen anderen negativen Eigenschaften für die gemeinen Dellen an Hintern und Oberschenkeln. Rohkost ist eine sehr basische Ernährung, Säuren werden abgepuffert und der Stress hat keine Chance! Außerdem gibt es so manchen Trick, mit Rohkost gezielt Stress abzubauen. Ständiges Frustnaschen ist also nicht mehr nötig und man spart sich so manche Kalorie!

So, nun seid ihr eingeweiht! Übrigens glaube ich fest daran, das Rohkost die Manager-Droge von morgen ist. Retalin und Koks waren gestern. Das Geheimnis von heute liegt in den Vitalstoffen, welche die Gesundheit auch nachhaltig erhalten. Und ich weiß schon, wer die Manager eines Tages darin coachen wird! 🙂

* Rohkost ist aber nicht gleich Rohkost und nicht jede Form der Rohkost sorgt für eine umfassende Versorgung!

** Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, lebensnotwendige Fettsäuren und Aminosäuren, Enzyme sowie sekundäre Pflantenstoffe.

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Wenn ihr außerdem erfahren wollt, wie sich unser Sohn entwickelt, solltet ihr unbedingt dran bleiben. Da haben wir ähnlich spektakuläre Nachrichten für euch! Auf Facebook bleibt ihr immer auf dem Laufenden!

8 responses

  1. Pingback: Roh vegane Ernährung, Stillen und Gewichtsentwicklung des Babys | Nordisch Roh

  2. Liebe Ute,

    ich will gar nicht ausschließen, dass das alles mit deiner Ernährung zu hat, aber es könnte sehr gut sein, dass du einfach eine gute Veranlagung hast.
    Ich habe in beiden Schwangerschaften 12 Kilo zugenommen. Hatte nach dem ersten Kind nach 2 Monaten wieder mein ursprüngliches Gewicht und Figur. Und 11 Monate später kam schon das zweite Kind. Danach hatte ich schon nach 5 Wochen alles so wie vorher. Ohne Sport. Ohne besondere Ernährung. So war das bei meiner Mutter mit 4 Kindern.

    Meine Kinder sind 18 & 19 Jahre alt. Erst seit 3 Monaten ernähre ich mich vegetarisch. Mit einem großen Anteil an veganem und rohköstlichen Essen. Ich bin sehr begeistert von deinen Rezepten und viele Sachen isst die ganze Familie begeistert.

    Viele liebe Grüße,
    Alice

  3. Hallo Ute,

    du schreibst: “Rohkost ist aber nicht gleich Rohkost und nicht jede Form der Rohkost sorgt für eine umfassende Versorgung!”

    Das sehe ich auch so. Vegane Rohkost hat bei mir zum Beispiel überhaupt nicht funktioniert und nicht nur bei mir, sondern auch bei meinem dritten Kind zu massiven Mangelerscheinungen geführt.

    Wie sieht es mit euren Blutwerten aus, liegen sie im Normalbereich? Ergänzt ihr Vitamin B12?

    • Hallo Susanne!
      Ist es dein Bericht im Rohkost-Wiki über die Probleme mit der Rohkost in der Schwangerschaft? Mit der Instincto-Methode hatte es dann geklappt, oder?
      B12 supplementieren wir, sogar täglich, nachdem bei mir die Blutwerte auf einen Mangel hingedeutet haben. Unsere Tochter bekommt auch B12 und Eier. Ansonsten waren die Werte bisher alle gut, zumindest was wir überprüfen lassen haben. Im nächsten Jahr wollen wir nochmal eine umfassende Analyse machen lassen.
      Ansonsten orientieren wir uns an Brian Clement (wobei weniger Algen) und an Jean Huntziger (Bioklimatische Rohkost), für uns wirklich zwei absolut gute Ansätze, von denen wir denken, dass es auch langfristig funktionieren kann! 🙂 Auch spielen Superfoods in unserer Ernährung eine Rolle.
      Ich bin davon überzeugt, dass eine Rohkost, die zu obstlastig ist ziemlich nach hinten losgehen kann. Was bestimmte Vitalstoffe, aber auch Proteine angeht. Und nicht jeder Mensch ist unbedingt der Typ für eine strenge Rohkost-Ernährung, auch wenn ein hoher Anteil sicherlich jedem Menschen gut tut!
      Liebe Grüße von Ute

      • Hallo Ute,

        der Bericht über “Vitamin B12-Mangel bei Säuglingen durch vegane Rohkost der Mutter” im Rohkost-Wiki ist von mir. Das ist jetzt schon eine zeit lang her und damals gab es so gut wie niemanden, der Erfahrungen mit veganer Rohkost hatte, bzw. niemanden, der über negative Erfahrungen berichtet hat.

        Mittlerweile besitze ich nicht nur eigene, leidvolle Erfahrungen, sondern weiß auch von anderen Fällen, in denen es zu mehr oder weniger gravierenden Entwicklungsstörungen bei Kindern vegan lebender Mütter gekommen ist. In den Fällen, in denen keine auffälligen Störungen beobachtet werden konnten, hatten die Kinder meist das Glück, “normal” ernährende Familienangehörige zu besitzen, so dass wenigstens die Grundversorgung gedeckt war.

        Es ist übrigens nicht nur das Vitamin B12, das bei einer veganen Ernährung fehlt. Ein Mangel kann unter anderem auch bei wichtigen Fettsäuren, die Kleinkinder für eine gesunde Gehirnentwicklung brauchen, entstehen. Da man mittlerweile weiß, dass das menschliche Gehirn bis ins hohe Alter hinein formbar bleibt, sollte man auch als Erwachsener hier auf eine ausreichende Zufuhr achten.

        Ob die Zufuhr von Vitaminen und Nährstoffen mit Tabletten und Spritzen statt mit natürlichen Lebensmitteln langfristig ausreicht, um gesund heranzuwachsen bzw. zu bleiben, bleibt abzuwarten. Meine Kinder habe ich nach den negativen Erfahrungen jedenfalls nicht mehr an meinem Experiment “100% Rohkost” teilhaben lassen.

        Ich selbst lebe jetzt seit sieben Jahren 100% roh. Mit der “Instinkto-Therapie” habe ich allerdings nichts am Hut, meine Ernährung geht eher Richtung “bioklimatische Ernährung” wie bei Jean Huntziger. Bisher geht es mir ganz gut damit, obwohl sich die Versorgung mit qualitativ hochwertigen rohen Lebensmitteln als nicht ganz einfach herausgestellt hat.

        Liebe Grüße
        Susanne

      • Liebe Susanne, ich danke dir sehr für die Kommentare! Wir kennen auch die Mangel-Geschichten, gerade das Vegane kann wirklich problematisch sein und es ist schade, dass davon so wenig an die Öffentlichkeit kommt,. Man kann sehr viel falsch machen (wie in der konventionellen Ernärhung auch!!). Aber das ist der Grund, warum unsere Kinder NICHT roh vegan groß werden. Ich denke, es könnte klappen, aber wie du möchten wir unsere Kinder nicht am Experiment teilhaben lassen. Und so lange es nicht eine große Anzahl an Menschen gibt, welche diesen Lebensstil über lange Zeit pflegen, kann man nur von einem Experiment-Charakter sprechen. Viele der Roh-Pioniere proagieren eine 75%-Rohkost und ich denke, das ist mit Kindern ein toller Weg, Kritisch sind ja auch Zink, einige der B-Vitamine (B3), Vitamin D… Bei uns kommen zum Beispiel täglich Sprossen auf den Speiseplan, Oliven und Avocados für einfach ungesättigte Fette, Hanfsamen für Omega 3, Kokosmus für gesättigte Fettsäuren und die Kids bekommen Vigantol Öl (Vit. D). Ach, ich könnte noch viel mehr schreiben. Erfahrungen wie du sie gemacht hast, sind sehr wertvoll, vielleicht magst du mir eine Mail über nordischroh@gmail.com schreiben? Dann können wir uns vielleicht etwas besser austauschen! Liebe Grüße, Ute

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