Gekeimter Zimt-Zauber

Wir sind ja voll im Keimlinge-und-Sprossen-Wahn. Nicht, dass Keimlinge und Sprossen nicht sowieso schon fester Bestandteil in unserem Speiseplan waren. Ich habe quasi mit dem Auszug aus meinem Elternhaus ein Sprossenturm mitbekommen, den ich seitdem mehr oder weniger regelmäßig benutzt habe. Spätestens aber seit wir wirklich Rohkost betreiben, ist dieser ständig im Gebrauch. Deswegen dachten wir auch, dass wir schon so gut sind! Und dann kommt Brian Clement um die Ecke und erzählt, dass er rund 3000 Sprossen täglich ist. Dreitausend!! Na toll, Brian, dagegen ist unser Sprossenkonsum ja nahezu lächerlich. Also kurz drüber gesprochen und seitdem sprießt es in unserer Küche noch mehr! Auch haben wir uns überlegt, wie wir unserer zweijährigen Tochter Karla noch mehr Sprossen andrehen können. Und so habe ich diesen oberleckeren, knusprigen, winterlich-weihnachtlichen Zimt-Zauber gemacht. Gerade jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, hat Karla eine kleine Schüssel vor sich und nascht die kleinen Dinger freudig als Nachmittagssnack weg! Oh verdammt, und ich muss auch immer wieder hineingreifen, weil die Teilchen einfach so lecker sind!

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Zutaten:

  •  100 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g Hanfsamen
  • 1 TL Zimt
  • 2 EL Agavennektar (für Kinder Dattelpaste bevorzugen)

Zubereitung:

Die Sonnenblumenkerne und Hanfsamen zum Keimen bringen. Die Hanfsamen müssen etwa einen Tag vor den Sonnenblumenkernen angesetzt werden, da sie etwas länger brauchen. Zunächst etwa 12 Stunden einweichen und dann zweimal täglich spülen. Nach drei Tagen müssten sie soweit sein. Sonnenblumenkerne müssen etwa 8 Stunden eingeweicht werden und dann 2 Tage keimen. Während des Keimprozesses ebenfalls zweimal täglich spülen. Ihr braucht keine Geräte, sondern könnt die Saaten einfach in Schüsseln keimen lassen. Ihr könnt auch gleichzeitig ansetzen und wenn die Sonnenblumenkerne schneller sind, diese im Kühlschrank aufbewahren bis dann die Hanfsamen fertig sind.

Am Tag der Zubereitung Keime nicht noch einml spülen, stattdessen vorsichtig trocken tupfen und in einer Schüssel mit Süße und Zimt mischen. Dann auf die Paraflexfolie des Dörrgerätes legen und über Nacht bei 42 Grad trocknen lassen. Fertig ist der Zimt-Zauber. Als Snack zwischendurch oder als Ergänzung in allerlei Süßspeisen!

Das hört sich wie ein sehr langer Prozess an. Wenn man allerdings sowieso immer nebenher keimt, dann ist nur noch der Zeitpunkt entscheidend, ab dem man den fertigen Keim zubereitet! 🙂

 

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18 responses

  1. Fazit des Fussbodenheizungs-Versuch: klappt nicht wirklich. Nach fast zwei Tagen hab ich die Dinger heute noch 4h in den Ofen gemacht und nu sind sie knusprig und oberlecker. Danke für diese grandiose Idee!
    Dank Euch versuche ich im Zuge der Veganisierung unseres vierköpfigen Haushaltes gleichzeitig den Rohkostanteil vorsichtig hochzufahren 🙂
    Wobei die Einjährige offenbar eh Roh-Veganerin ist- sie könnte von Mandarinen und Bananen leben (und Mutermilch 😉 )
    Liebe Grüße!

  2. Jetzt hätte ich aber doch noch ne Frage: irgendwie kommen die Leinsamen beim Keimen nicht richtig in Schwung… Stört der Schleim? Los wird man den ja nicht… Oder doch besser auf Küchenpapier ziehen?

    • Ja, das mit den Leinsamen ist ein bisschen tricky (wie auch Kresse und Senf). Auf Küchenpapier klappt es gut (wir nehmen da so ein Bio-Papier). Oder auf einem flachen Teller und man besprüht sie regelmäßig mit Wasser!

  3. So, die nächste Runde ist in den Startlöchern- ich überlege, evtl einen Teil herzhaft zu machen, für Salat oder auf Brot- vielleicht mit Soya-Sauce und Wasabi, was meint Ihr?
    Liebe Grüße und danke für die unendlich vielen tollen Ideen!

    • Hey Minou! Herzhaft funktioniert ganz hervorragend, machen wir auch hin und wieder. Wasabi und Soja sind super Ideen. Wir haben auch schon Paprikagewürz und Chili verwendet und damit eine Art “Chipsersatz” hergestellt. Dazu noch auf 100 g Saaten einen TL gutes Olivenöl. Mmmmh! 🙂
      Toll, dass du uns dein Feedback gibst!

  4. Wow, ist das lecker! Auch wenn ich befürchte, die armen, liebevoll gekeimten Dinger (ich hatte noch eine olle Tüte Sonnenblumenkerne – sie haben brav gekeimt! Mein erster Keim-Versuch :)) im Ofen ziemlich überhitzt zu haben… Wir haben nur Fußbodenheizung, und wenn ich die Samen dort ausbreite krieg ich glaube ich Ärger 😉

    • Hahaha, das ist doch mal eine Innovation, Fußbodenheizung und Dörrgerät in einem! Viel Spaß beim weiteren Experimentieren und vor allem beim Keimen (mmmmmhh, Sonnenblumenkerne sind so gut!)

  5. Huhu! Das sieht mal wieder toll aus und ist super für mich, weil ich wirklich mal wieder mehr Sprossen essen sollte. Nur sind meine Sonnenblumenkerne glaube ich nicht keimfähig 😦 ich hätte alternativ noch von Sonnentor Mungbohnen und einen Sprossenmix. Meint ihr das würde auch passen?

    • Hey Corinna!
      Chiasamen funktionieren nicht und die anderen Sprossen sind sehr pikant, daher passt es nicht so. Hast du es mit den Sonnenblumenkernen schon mal probiert? Du kannst auch nur Hanf nehmen, das ist auch sehr köstlich! Gut passt auch Buchweizen gekeimt, hast du das da?
      Liebe Grüße
      Ute

      • Hallo Ute!

        An meinen Buchweizen hab ich leider nicht mehr gedacht -_-‘ Letztlich hab ich Dinkel gekeimt und benutzt und ich finde es schmeckt gut!

        Macht weiter so 🙂

  6. Liebe Ute,
    das hört sich so gut an!! Ich werde den Tipp mit der Heizung ausprobieren, die Hanfsamen habe ich gerade angesetzt. Vielen lieben Dank für den Tipp und das Rezept! Wir lieben gekeimten Buchweizen mit trockenen Rosinen und Feigen, da wär euer Rezept die perfekte Alternative! Ich freu mich drauf!
    Alles Liebe
    Veronika

  7. Gibt es nicht eine einigermaßen akzeptable) Alternative zum Dörrgerät? Ist ja nicht so, dass sich das jeder leisten kann. 😉
    Hört sich auf jeden Fall sehr lecker an!

    • Hey du! Es gibt auch günstige Modelle auf dem Markt oder man sucht nach einenm gebrauchten Schnäppchen. Bis dahin eignet sich auch der Backofen. Niedrigste Temperatur einstellen und einen Spalt offen lassen. Funktioniert super. Auch kann man im Winter die Heizung nutzen. Backpapier auf ein Küchengitter und neben/über der Heizung platzieren. Funktionier nicht bei allen, aber schon bei einigen Rezepten und ich kenne einige Leute, die so trocknen. 😉

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