Unsere Top 5 Küchenhelfer: Effektiv und kostengünstig!

Oft hören wir die Frage, wie wir es anstellen, aus der Rohkost kreative Gerichte zu schaffen. Wir möchten es gar nicht leugnen: Ohne ein paar Küchenhelfer geht es nicht. Genauso wie in der normalen Ernährung Backofen, Herd, Pfannen und Töpfe zum alltäglichen Werkzeug gehören, so gibt es auch einige Geräte in der Rohkostküche, die früher oder später unverzichtbar werden. Zumindest dann, wenn man Wert auf ein bisschen Sinnlichkeit und Kreativität in der Küche legt. Wir möchten euch hier kurz unsere Top 5 Küchenhelfer vorstellen. Natürlich sind mit diesen Geräten gewisse Anschaffungskosten verbunden, dennoch gibt es Möglichkeiten auch mit einem schmalen Budget die wichtigsten Geräte anzuschaffen.

1. Gesund, simpel & günstig: Das Keimglas

      Eine sehr kostengünstige und zugleich sehr effektive Anschaffung ist ein Keimglas, um sich selbst Sprossen heran zu ziehen. Sprossen sind nicht nur wahre Wundernahrungsmittel, sondern geben dem Essen tolle und vor allem würzige Geschmacksnoten. Das ist vor allem dann gut, wenn man zu Beginn der Rohkosternährung das normal gewürzte und gesalzene Essen vermisst. Es gibt dabei eine erstaunlich große und vielfältige Auswahl an Keimlingen. Wir mögen Radieschen, Senf, Alfalfa, Mungobohnen und viele mehr. Die Sprossen finden bei uns Verwendung in Salaten und Smoothies, als Topping für rohe Pasta, Pizza oder in rohen Suppen. Keimgläser gibt es in Reformhäusern, Bioläden oder auch in Drogerien wie dm oder Budnikowski (für die Hamburger) für nur ca. 3,50 Euro zu kaufen. Auch Sprossen gibt es dort. Wir selbst verwenden einen Sprossenturm, damit wir täglich Sprossen ernten können. Diese gibt es z.B. für ca. 17 Euro bei http://www.getreidemuehlen.de. Die Aufzucht ist übrigens absolut simpel und gelingt selbst dem räudigsten Anfänger! Unser Fazit: Günstig, gesund & einfach. Sollte auch in der normalen Küche nicht fehlen.

        2. Oft unterschätzt, aber unverzichtbar: Die Gemüse-Reibe

Ohne eine gute Reibe geht gar nichts. Nichts ist frustrierender als die Herstellung eines Möhren-Salates mit einer stumpfen Reibe. Aber nicht nur Möhren schmecken gerieben einfach super. Geriebenes lässt sich aus sehr viel mehr Obst und Gemüse gewinnen. Morgens ein Müsli mit geriebenem Apfel, abends einen Salat mit Roter Bete, Rettich, Zucchini, Gurken oder Kohl. Geriebene Salate schmecken oft besser und lassen sich super mit fetthaltigen Dressings vermengen. Außerdem sind sie eine tolle Abwechslung zu geschnittenen Varianten (übrigens auch prima kombinierbar) und machen die Rohkostküche vielfältig und bunt! Auch Kinder fahren auf diese Form von Salat ab. Ein guter Trick: Es lassen sich wunderbar Lebensmittel „verstecken“ auf die die Kinder sonst weniger Lust haben. Für den Anfang tut es unserer Meinung nach auch eine Ikea-Reibe für 7 Euro, bei häufiger Benutzung wird diese aber schnell stumpf. Günstige und etwas bessere Allzweckreiben gibt es schon ab ca. 10 Euro (z.B. Leifheit Allzweckreibe mit 5 Funktionen). Eine hochwertige (d.h. sehr scharfe und langlebige) Variante gibt es von Börner (Börner V Hobel), die es je nach Shop ab ca. 30 Euro gibt. Wir verwenden die Ikea-Reibe für schnelle Gerichte und weiches Gemüse und die Börner-Reibe für größere Mengen und aufwendigere Gerichte (z.B. Kohl).Eine Reibe sollte ebenfalls in keiner konventionellen Küche fehlen.

3. Extravagant: Der Spiralschneider

Rohe Spaghetti aus Gemüse? Das geht! Und zwar mit einem Spiralschneider mit dem sich Endlosstreifen aus Karotten, Gurken, Rettich oder anderem festen, frischen Gemüse herstellen lassen. Dies ist natürlich kein Muss, dennoch lässt sich die Rohkost-Küche durch diese geringe Investition aufpimpen. Denn Rohkost-Spaghetti machen Spaß und mit einer tollen rohen Tomatensoße bekommt man fast schon das Gefühl von echter Pasta. Der Spiralschneider ist außerdem toll, um Kinder an die Rohkost heran zu führen. Denn welches Kind wird schon bei selbst gemachten Möhrchen-Spaghetti widerstehen? Übrigens ist Spiral-Gemüse als Dekoration auch in der Kochkost ein absoluter Hingucker. Der Klassiker unter den Produkten ist der Spirelli von Gefu, den es ab 15 Euro gibt. Er ist praktisch, nimmt keinen Platz in der Küche weg und super einfach zu bedienen. Nach unserer Meinung kann man in diesem Fall gut auf High-Tech-Varianten verzichten.

4. Der Mixer: Klassiker der Rohkostküche

Für alle, die schon darauf gewartet haben: Na klar. Ohne Mixer bringt die Rohkost nur halb so viel Spaß. Nicht nur die berühmten grünen Smoothies werden so hergestellt. Auch Soßen, Dips, Dressings, Suppen, Puddings, Kuchen, Eis und was ich sonst noch vergessen habe, lassen sich super im Mixer herstellen. Achja, ganz wichtig: Wir mixen auch rohköstliche Babybreie. Klar,  zum Teil reicht auch ein Pürierstab. Zum Beispiel um Dips oder Dressings herzustellen. Aber spätestens beim Blattgrün kommt dieser an seine Grenzen. Die Hightech-Mixer, die wirklich alles können und auch Nüsse und Eis problemlos verarbeiten, sind aber – und das ist die schlechte Nachricht – sehr teuer. Die Industriemixer bewegen sich zwischen 400 Euro (KomoMix, ganz neu auf dem Markt), über 500 Euro (Revoblend) und 600 Euro (Vitamix, der Rohkost-Klassiker). Bei dieser teuren Anschaffung sollte man gründlich nach dem günstigsten Anbieter recherchieren. Ich habe bei unserem Vitamix nach langer Internetsuche 50 Euro gespart! So. Nun die gute Nachricht: Als Rohkost-Anfänger kann man auch mit einer günstigen Alternative starten. Mixer mit 750 bis 900 Watt eignen sich ebenso gut für Smoothies und sogar für die Eisherstellung. Nur Teige aus Nüssen und Datteln sollte man diesen Geräten nicht antun. Wir wissen aus eigener Erfahrung: Das führt zu einem sauberen Motorschaden. Solche Geräte gibt es schon für 100 Euro (z.B. der Kenwood Smoothie-Mixer). Übrigens auch hier gilt: Wenn Kinder im Haushalt leben ist diese Anschaffung sowieso lohnenswert. Für Eis und Fruchtcocktails als leckere und gesunde Zwischenmahlzeit. Und wenn es doch gleich der Profimixer sein soll: Den Vitamix kann man auch zinsfrei auf Raten kaufen.

5. Muss nicht, aber kann: Der Entsafter

Kein Muss, aber eine tolle Ergänzung. Säfte sind lecker und wer schon mal vor einer Saftbar stand weiß, wie vielfältig und kreativ sich Säfte herstellen lassen. Der Profi-Rohköstler bevorzugt – wie sollte es auch anders sein – High-Tech-Varianten (z.B. den Green Star), die sogar Weizengrass zu Saft machen können. Das ist ein toller Luxus, aber für ein schmales Budget kaum finanzierbar (ab ca. 500 Euro). Zumal ist aus unserer Erfahrung bei den Entsaftern die Gefahr sehr groß, dass sie nach der ersten Euphorie in der Abstellkammer landen. Deswegen: Ein gewöhnlicher Entsafter für um die 100 Euro tut es auch. Auf Flohmärkten oder bei ebay Kleinanzeigen findet man übrigens öfter mal Entsafter für einen niedrigen Preis (ich erwähnte das Abstellkammer-Phänomen bereits). Einen guten Tipp für ein konkretes Gerät haben wir nicht. Wir selbst haben seit Kurzem leihweise eine Profimaschine bei uns stehen. Dazu aber mehr an anderer Stelle.

Das waren unsere Top 5 Küchenhelfer. Wir hoffen, dass ihr ein wenig Lust bekommen habt eure Küche mit dem einen oder anderem Utensil im wahrsten Sinne etwas auffrischen. Übrigens: Die Krönung eines jeden Rohköstler-Lebens ist ein Dörrgerät, in den man allerlei Leckereien, wie Cräcker, Müslistangen, Brot oder Trockenfrüchte unter 40 Grad herstellen kann. Hach ja. Vielleicht haben wir so einen ja auch mal, wenn wir größer sind.

7 responses

  1. Hallo, ich selbst nutze den Vitamix seit nunmehr drei Jahren, bin sehr zufrieden. Allerdings gibt es seit einiger Zeit verschiedene Alternativen, die man kennen sollte, bevor man sich entgültig für einen Standmixer entscheidet.

    Zur Not schaut mal in diese Kollumne. Hier werden Vitamix Alternativen unter die Lupe genommen. Meiner Meinung nach ein sehr ehrlicher Umgang mit der Mixer Konkurrenz:

    http://www.bester-mixer.de/vitamix-alternativen/

  2. Hallo Annette,

    die grünesmoothies-Leute (aus Berlin) haben den Komomix getestet und schreiben dazu folgendes:
    —————————————-

    “Den Komomix habe ich vor ca. 4 Wochen über 1 Woche lang getestet – und noch nicht aufgenommen.
    Ergebnisse gut, Verarbeitung ok, Preis DEUTLICH zu hoch.

    Das mit den Umdrehungen ist immer in Relation zu sehen, und zwar zum Design des Behälters, der Messer und weiterer Komponenten.

    Der Komomix bietet unserer Meinung nach (noch) das DEUTLICH schlechtere Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zum direkten Konkurrenten, dem Puro 1.

    Der P1 hat im Vergleich zum Komo die DEUTLICH bessere Verarbeitung, die BESSEREN technischen Leistungsmerkmale und den BESSEREN Preis.
    Wenn es also um den Preis geht, dann würde ich Dir in jedem Fall zum P1 raten, da bekommst Du wesentlich mehr für den gleichen Preis.

    Fazit: Beide können es nicht mit Bianco und Vitamix aufnehmen.

    Entscheiden musst letztlich natürlich Du.
    Hoffe Dir geholfen zu haben!

    Liebe Grüße!
    Carlos”
    —————————————-
    Ich hoffe das hilft Dir bei Deiner Kaufentscheidung 🙂
    lg
    Thomas

  3. Hallo Annette,
    beim Komomix handelt sich um einen umgelabelten “L’Equip RPM Blender”, der bei ebay ab etwa 250 € angeboten wird, steht auch so unterhalb vom “Waldbeereis”-Video vom Björn Moschinski, wenn Du bei Google “Komomix RPM Blender” eingibst siehst Du auch, dass Komomix auf der IFA in Berlin einen Stand zusammen mit L’Equip (eine koreanische Firma) hatte, was mich verwundert ist, dass auf der Lequip Homepage steht 27.000 U/min und der Komomix mit 30.000 U/min beworben wird, vermutlich sagt man lieber 30.000, weil Boutenko das als Untergrenze für grüne Smoothies empfiehlt.

  4. Pingback: Dörrgerät – ja oder nein? | Nordisch Roh

    • Hallo Annette! Wir haben nur den Vitamix und den Revoblend getestet und fanden beide wirklich gut. Unser Favorit ist jedoch der Vitamix. Ich denke, es kommt immer darauf an, was man mit einem Mixer anstellen möchte. Für die fortgeschrittene Rohkost-Küche wäre ich nach den Antworten auf Gutefrage schon skeptisch. Andererseits gibt der Hersteller 7 Jahre Garantie, so dass es vielleicht ein Versuch Wert wäre. Mich würden weitere Erfahrungen ebenfalls sehr interessieren!!

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