Ein Monat 100 % Rohkost – Zwischenbericht

Ein Monat ohne selbst gemachtes Brot, gekochte Kartoffeln, Pasta, leckeres Frühstücksmüsli, Kaffee und ohne Wein. Hört sich schräg an, klappt aber. Na ok, manchmal war es nicht ganz so leicht. Ich hatte ziemlich lange Bock auf Pizza und auf Bier. Das verschwand

IMGP2725aber mit der Zeit. Ich komme ziemlich gut zu recht mit meinen unerfüllten Gelüsten. Im Großen und Ganzen war es wirklich easy auf ziemlich viele Genussmittel zu verzichten. Ich habe vor allem keine Lust mehr auf Kaffee. Ich

IMGP2724finde den Geruch von Kaffee sogar ein bisschen ekelig. Das Gleiche gilt für Milch und Käse. Molkereiprodukte sind irgendwie durch. Was mir echt fehlt sind Brot und Pasta. Für zwei bis drei Monate darauf zu verzichten finde ich aber ok. Zurzeit würde ich aber sagen, dass ich nicht dauerhaft darauf verzichten möchte.IMGP2726

Körperlich bin ich nach einigen Startschwierigkeiten erstaunlich fit. Ich habe in vier Wochen ca. drei Kilo verloren. Ich bin bei 74 kg gestartet und wiege jetzt 71 kg. Nach ein paar anfänglichen Befürchtungen, dass man Körper ins Bodenlose stürzen würde, hat sich mein Gewicht bei den besagten 71 kg eingependelt. Für alle die sich fragen, ist das nicht zu wenig? Ich sage Nein. Weil ich uneingeschränkt Sport machen kann. Ich absolviere fünf mal die Woche mein Lauftraining und habe sogar schon bei einem Wettkampf mitgemacht (mit passablen Ergebnis für meinen jetzigen Trainingsstand). Apropos Lauftraining, meine Achillessehne schmerzt nicht mehr. Selbst nach einem langen Lauf hatte ich keine Schmerzen mehr. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass sich meine Regenerationszeit verkürzt hat. Das wird aber noch weiter geprüft.

Mein Heuschnupfen ist seit dem Rohkostexperiment einfach wie weggeblasen. Selbst meine Chlorallergie, mit der ich

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meine Umwelt nach jedem Schwimmtraining stets belästigt habe, ist verschwunden. Insektenstiche von Mücken, Bremsen und Flöhe, die mir unsere Katze hi

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n und wieder schenkt, verheilen rasant schnell. Ich werte das zurzeit als Indiz, dass mein Immunsystem auf einem enorm guten Niveau arbeitet.

Was gibt es sonst noch zu berichten? Ich habe mein Wissen über Ernährung ziemlich ausgebaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich unbedingt Vitamin B12 als Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehmen sollte, weil angeblich selbst Vegetarier unter B12-Mangel leiden können. Übrigens ist Vitamin B12-Mangel verbreiteter als man denkt, dabei sind Fleischesser genauso gefährdet wie Vegetarier. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Ich habe mir beigebracht wie man Sprossen züchtet und den Wert von Blau- und Grünalgen schätzen gelernt. Dazu kommt, dass ich neue Sterne in meinem Salatchef-Know-How gesammelt habe.

Unterm Strich zieh ich für mich eine positive Bilanz aus dem Experiment und werde wahrscheinlich noch einen Monat dranhängen.

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