Die 5 Sofort-Effekte der Rohkost

Schaut man in die Literatur zu Rohkost, so stößt man auf viele wunderbare „Prophezeiungen“ dieser Ernährungsform. Von Heilung ist die Rede, verbesserter Sehkraft, über Leistungssteigerung und dem Verschwinden allerlei Zipperlein. All diese mutmaßlichen Effekte aus der Literatur sind manchmal nur schwer zu glauben, weswegen wir uns entschlossen haben, sozusagen „live“ von unseren Erfahrungen zu berichten. Wir möchten dabei aber nicht nur auf die körperlichen Effekte eingehen, sondern auch auf die Frage: Was bedeutet es eigentlich jenseits von Gesundheit, ein Leben als Rohköstler zu leben? Hier nun meine (Ute) ersten fünf Sofort-Effekte:

1.      Der „Schon-wieder-ein-Kilo-weg“-Effekt

Obwohl Achim und ich nun wirklich als schlanke Gesellen unserer Zeit durchgehen, haben wir beide innerhalb kürzester Zeit einige Pfunde verloren. Wir gehen beide auf fast 3 kg Gewichtsverlust zu. Das ist bei unseren Ausgangsgewichten schon wirklich viel. Viele Rohköstler sind tatsächlich ziemliche Hungerhaken. Besonders diejenigen, die ihre Nahrung nur in unveränderter Form zu sich nehmen wie die Urköstler oder Instinktos. Aber selbst bei diesen Rohköstlern pendelt sich das Gewicht irgendwann ein (was logisch ist, denn sie hören ja nicht auf zu essen!). Es heißt, dass sich mit der Rohkost das natürliche Gewicht eines Menschen einstellt, also das Gewicht, bei dem der Körper bestmöglich funktioniert. Außerdem gibt es auch Schlemmereien in der Rohkost-Küche. Wer nicht zu stark abnehmen will, muss es auch nicht!

2.       Der „Es-summt-in-meinem-Kopf“-Effekt

Ach nein, es ist der Mixer! Es ist tatsächlich so. Gefühlt fast immer läuft der Mixer, in dem irgendetwas zubereitet wird: Grüne Smoothies zum Frühstück, Nussmilch am Mittag und am Abend ein Dressing für den Salat. Oder Suppe. Oder Dip. Gestern habe ich sogar Kuchen mit dem Mixer zubereitet. Der ist allerdings ziemlich misslungen und wurde letztendlich weit weniger verbindlich „Nachspeise“ getauft. Jetzt hätte ich es fast vergessen: Wir machen auch noch Rohkost-Brei für unsere Tochter im Mixer, auch mindestens zweimal am Tag. Das Summen im Kopf ist also weder auf den Rausch zurückzuführen, in den einen die Rohkost versetzt, noch ist es der fehlende Ostfriesentee. Es ist schlicht der permanente Lärm des Vitamix!

3.       Der „Guten-Morgen-Welt“-Effekt

Der Schlaf verändert sich. Ich schlafe tief und fest (zumindest wenn ich nicht gerade unsere Tochter wieder in Position bringen muss, die im Schlaf mal wieder Kopfstand übt). Und das Beste ist: Morgens in der Früh erwache ich mit einem unglaublichen Tatendrang! Ich fühle mich rundum wohl, ausgeschlafen, energievoll und starte voller guter Laube in den Tag! Dieses Gefühl hatte ich nicht mehr, seit unsere Tochter auf der Welt ist (Nacht-Yoga ist der absolute Trend unter den Einjährigen). Dafür lohnt sich die Rohkost allemal!

4.       Der „Bäume-rausreißen“-Effekt

Gut, ich reiße natürlich nicht wirklich Bäume aus (das wäre allein aus ökologischen Gründen nicht vertretbar!). Es kommt noch viel besser: Meine Tiefpunkte am Tag sind verschwunden. Ich kann mich viel besser und intensiver konzentrieren, meine Gedanken sprudeln, ich habe Ideen und bin kreativ. Das Laufen fällt mir trotz meines zurzeit geringen Trainingsaufwandes wieder leichter und macht mir mehr Freude. Und wenn ich abends von der Arbeit nach Hause komme, bin ich weniger erschlagen als noch vor wenigen Wochen. Die Glotze kann ausbleiben und ich mich einer anspruchsvolleren Abendgestaltung widmen (z.B. diesen Blog hier zu kritzeln).

5.       Der Hippie-Effekt, oder: soziale Exklusion

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Tonnen von Obst und Gemüse landen im Einkaufswagen.

Ja, man wird schon ein bisschen zum Außenseiter. Zum verschrobenen Außenseiter. Weil man im Supermarkt das Kassenfließband mit Tonnen von Obst und Gemüse füllt. Oder, weil man an gesellschaftlichen Events nicht mehr teilnehmen kann, zumindest nicht mehr ohne Fragen und verdutzte Blicke. Denn: Ohne Konsum – keine gesellschaftliche Teilhabe. Klar, im Café kann man sich ein Wasser bestellen. Das gibt’s aber auch zu Hause aus dem Wasserhahn und da fragt man sich: Macht das wirklich Sinn? Da wir es sehr lieben, in Cafés zu sitzen und das Treiben um uns herum zu beobachten lautet unsere Antwort: „Ein stilles Wasser bitte!“ Und ein bisschen Back-to-nature zu sein ist ja zurzeit in. Deswegen rein in den H&M und den verschrobenen Lifestyle mit massenkompatiblen Hippie-Klamotten unterstreichen!

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  1. Pingback: 4 Rohkost-Effekte, mit denen wir nicht gerechnet haben! | Nordisch Roh

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