Ein paar Worte zur Entgiftung

Um die Fehler des gestrigen Tages nicht zu wiederholen, habe ich mir heute ein Laufverbot erteilt. Mein Körper scheint sich gerade um andere Dinge zu kümmern und ich will ihm nicht eine Extrabelastung zumuten. Mit dieser Maßnahme verlief der Tag sehr gut. Ich hatte keine Beschwerden und konnte den normalen Tagesablauf ohne Probleme meistern. Allerdings haben die harten Entgiftungserscheinungen auch ihre Spuren hinterlassen. Ich wiege nur 73,3 kg. Aber ich fühle mich erstaunlich gut dabei.

Ich rede hier die ganze Zeit von entgiften. Da fragt sich der ein oder andere bestimmt: „Was meint der eigentlich mit entgiften?“ Und das vollkommen zu recht. Die Idee der “Entgiftung“ kommt ursprünglich vom Entzug in der Drogentherapie. Die „Entgiftung“ in der Alternativmedizin bezieht sich insbesondere auf die Reinigung des Körpers von Umweltgiften und anderen Toxinen.

Jeder von uns nimmt regelmäßig eine weite Bandbreite von toxischen Stoffen auf. In regelmäßigen Abständen veröffentlicht die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) den National Report on Human Exposure to Environmental Chemicals. Laut dieser Studie nahmen die Studienteilnehmer rund 98 Umwelttoxine durch konventionelle Nahrungsmittel und andere Konsumgüter auf. Die staatliche Forschergruppe fand in ihren Proben beispielsweise folgende Chemikalien: Dioxine, Seuchenbekämpfungsmittel, Phthalate, Organophosphat-Pestizide, Herbizide und Antiseptikas. 2000px-Hazard_N.svg

Natürlich ist unser Körper dieser Belastung nicht schutzlos ausgesetzt. Die Entstehung und der Abbau von Toxinen im Körper ist ein ganz normaler Vorgang. Das Ziel der natürlichen Entgiftung ist es, das Blut in seiner Zusammensetzung konstant zu halten und überflüssige Substanzen zur Ausscheidung zu bringen, somit Anlagerungen im Zellgewebe und im extrazellulären Raum (vor allem in extrazellulären Flüssigkeiten) zu verhindern.

Nicht eingestellt ist unser Organismus auf die vermehrte Zufuhr von Umweltgiften und auf die vermehrte Entstehung von Stoffwechselgiften durch die Zufuhr von zu einseitiger und schlechter Nahrung und Nahrungsmittel (wie Kaffee, Zucker etc.). Diese Gifte kann der Körper oft nicht entsorgen und lagert sie im passiven Gewebe, wie Fettgewebe, Knochen und Haaren (vor allem Umweltgifte) oder gelöst im extrazellulären Raum ab. Die Folge ist demnach eine fortschreitende Lagerung von Umweltgiften an Stellen des Körpers, an denen keine Stoffwechselvorgänge stattfinden.

Die einzelnen Methoden der Entgiftung sind umstritten. Zu den allgemein anerkannten Maßnahmen zur Entgiftung gehören der Abbau von Speicherstoffen (vor allem Fett), die Verhinderung der Verdauungsleukozytose und die Förderung von Ausscheidungsprozessen. Eine wichtige Unterstützung beim Entgiften bieten übrigens vitamin- und mineralreiche Wildkräuter.

Nach diesem kleinen Ausflug zurück zu mir. Durch das Rohkostfasten umgeht mein Körper gerade die Verdauungsleukozytose und mein Immunsystem kann sich prima um andere Baustellen in meinem Körper kümmern. Die zusätzliche Fettverbrennung durch Sport bildet anscheinend eine Extrabelastung, die mein Immunsystem zur Zeit überfordert.

Das Phänomen stelle übrigens nicht nur ich fest, sondern vor mir auch viele andere sportliche Rohköstler. Gut dokumentiert hat dies zum Beispiel Tim VanOrden. VanOrden ist ein Ultramarathonläufer, der sich bereit seit mehreren Jahren rohköstlich ernährt und damit einige Erfolge zu verbuchen hat.

Also hoffen wir mal, dass die Entgiftungszeit bald vorbeigeht und sich das positive Powerfeeling der Rohkost breit macht.

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